Wissenschaft

In der Reihe Bezugssysteme. Themen der deutschsprachigen Literatur (herausgegeben von PD Dr. Michael Ansel, ehemals LMU München, jetzt Bergische Universität Wuppertal) hat der LIT-Verlag die Dissertation von Dr. Sebastian Mehl mit dem Titel Fiktion und Identität im Fall Esra. Mehrdisziplinäre Bearbeitung eines Gerichtsverfahrens herausgegeben.

Die Promotion erfolgte an der LMU München. Sie widmet sich dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes im Fall Esra vom 13.06.2007, worin das Buch des Autors Maxim Biller verboten wurde, da die Kunstfreiheit hinter dem Persönlichkeitsrecht der Klägerin zurückstehen musste.

Die Arbeit ist interdisziplinär angelegt und beschäftigt sich insbesondere mit

– den Methoden des interdisiplinären Arbeitens,

– dem juristischen Hintergrund,

– der empirischen Fiktionsforschung mit zwei eigenen Experimenten,

– der narrativen Identität nach Paul Ricoeur und

– einem Verfahren zur Einschätzung „gefährlicher“ Literatur.

Rechtswissenschaft, Psychologie, Literaturwissenschaft und Philosophie arbeiten hier Hand in Hand, um ein aktuelles Problem unserer Gesellschaft zu lösen.